April 2012

Sidemount Diving als Spezialkurs

Sidemount-Diving. Einige Leute nennen diese Art zu tauchen auch Monkey Diving. Dieser Begriff hat mit den behaarten Tieren überhaupt nichts zu tun und soll letztendlich soviel bedeuten wie: „I’m monkey about!“ oder auf Deutsch, ich blödele herum. Viele Taucher hört man immer wieder über Rückschmerzen nach dem Tauchen klagen. Deshalb ist die Überlegung: Runter vom Rücken, um alles bequemer zu haben, aber geht das? Ja! Dank Sidemount-Diving.

Wie tauchen wir denn noralerweise? Die Flasche hängt in einem Jacket auf dem Rücken. Beim Sidemount- Diving befindet sich die Tauchflasche ( Aluflasche ) in einer speziellen Flaschenbegurtung, üblicherweise, an der linke Seite des Tauchers/ in. Hierdurch ergeben sich für den Taucher eine bessere Bewegungsfreiheit, mehr Sicherheit, weniger Rückenprobleme und ein extremer Spaß-Faktor.

Mit einer oder zwei Aluflaschen an der Seite zu tauchen ist keine neue Erfindung. So tauchen schon seit Jahren Höhlentaucher, um leichter durch enge Gänge oder Spalten zu tauchen.

 

Die Vorteile fürs Sidemount-Diving im Überblick:

– größere Bewegungsfreiheit

– keine Rückenbelastung, da Flaschen im Wasser an- und abgelegt werden

– Flasche kann nicht mehr aus Begurtung vom Jacket rutschen

– der Octopus ist gut sichtbar verstaut und leicht zu greifen

– Finimeter ist gut ablesbar und hängt nicht herum

– Kontrolle über Flaschenventile

– Flaschenventile sind leicht zugänglich

– Im Kaltwasserbereich hat man Vorteile, falls ein Atemregler abbläst

Höhlentauchen – Cave Diving

Während Cavern-Tauchen auch von Sporttauchern relativ sicher durchgeführt werden kann, braucht man für Full-Cave-Tauchgänge fernab vom Tageslicht und dem nächsten Ausgang hohe Redundanz bei den überlebenswichtigen Teilen der Ausrüstung und spezielle Tauchfertigkeiten. Diese kann man sich in besonderen Höhlentauchkursen aneignen. Da das Betauchen von Höhlen zudem oft genehmigungspflichtig und mit nicht unerheblichen Gefahren verbunden ist, sollte man auf eine autodidaktische Herangehensweise verzichten.

diese Seite wird zur Zeit überarbeitet. Anfagen gerne unter info@tauchcenter-wuppertal.de


Grundsätzlich wird die Höhlentauchausbildung häufig wie folgt in drei Stufen durchgeführt:

Cavern Diver, Betauchen der Zone 1:

Der Taucher erlernt das Betauchen von Grotten im Lichtbereich (Tageslicht) des Eingangs. Je nach Organisation wird als maximale Eindringdistanz 50-60 m definiert und eine maximale Tiefe von 18 bis 20 m. Diese Art des Höhlentauchens ist bei normalen Sporttauchern beliebt. Es bestehen weitere einschränkende Randbedingungen, wie minimale Größe des Ganges, minimale Sichtweiten, Abzweigungen (Verbot von Jumps), minimale Gerätegröße und Luft als alleiniges Gas, reine Nullzeitentauchgänge, um nur einige zu nennen. Auch hinsichtlich der Ausrüstungs-Redundanz und dem Gas-Management gibt es entsprechende Regeln. Trotzdem kann ein „normaler“ Sporttaucher mit geringer Adaption seiner Freiwasser-Ausrüstung und mit einer relativ kurzen Theorieausbildung für den Cavern-Bereich „fit gemacht“ werden, um dort unter Aufsicht und Führung eines erfahrenen Cave Guides oder -Instructors sichere Tauchgänge durchführen zu können. Der Welttauchsportverband CMAS verlangt als Einstiegs-Freiwasserbrevet mindestens einen 2-Stern Tauchschein (in etwa ein Advanced Open Water bei anderen Verbänden), damit die minimalen taucherischen Voraussetzungen gewährleistet sind. Kursgebühr incl. Theoriematerial und Brevetierung 290,00 Euro.

Cave Diver, Betauchen der Zone 2:

Hier wird der Tageslichtbereich definitiv verlassen, man befindet sich in der Zone der permanenten Dunkelheit. Dekompressionstauchgänge sind nichts Ungewöhnliches, ebenso solche mit Nitrox. Die Zone 2 wird weiter definiert bezüglich einer gewissen Mindestsichtweite, dem Verbot des Durchtauchens von Restrictions (Engnisse mit einer gewissen Mindestgröße), einer maximalen Tiefe von meist 30m, dem (noch) fehlenden Einsatz von Stage Flaschen, keiner Post-Siphon Tauchgänge und weiterer Grenzen. Einige Organisationen gliedern diese Stufe in 2 „Unterstufen“ auf: Intro to Cave und Cave Diver. Aus der betauchten Umgebung ergeben sich weitere Anforderungen an die Ausrüstung und die Ausbildung, die naturgemäß weitaus strenger sind als für den Cavern Bereich. Es ist dies definitiv ein Höhlenbereich, in dem ein „normaler“ Sporttaucher ohne richtigem Equipment und entsprechender Ausbildung nichts zu suchen hat. Der Welttauchsportverband CMAS verlangt als Einstiegs-Freiwasserbrevet mindestens ein 2-Stern (wie oben) plus ein Cavern Diver Brevet (nebst weiteren Erfahrungsnachweisen), damit das höhlentauchtechnische Grundverständnis bereits vorhanden ist. Kursgebühr incl. Theoriematerial und Brevetierung 490,00 Euro. Kombikurs Cavern/Cave statt 780,00 nur 690,00 Euro.

Full Cave Diver, Betauchen der Zone 3:

Es ist dies die höchste und anspruchsvollste Stufe des Höhlentauchens für die Zone 3. Darunter fällt alles, was nicht durch die vorangehenden zwei Stufen abgedeckt wird, insbesondere: beliebige Eindringdistanzen, Engnisse, Post-Siphon Tauchen, Tiefen bis 40 m EAD, beliebige Sichtweiten bis hinunter zu Nullsicht, andere Gase als Luft, Einsatz von Stage Flaschen, Langstreckentauchgänge, Dekompressionstauchgänge, Engnisse bis hinunter zur Größe von sog. Squeezes. Der Welttauchsportverband CMAS verlangt als Einstiegs-Freiwasserbrevet mindestens einen 3-Stern Tauchschein plus ein Cave Diver Brevet.

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